Die Nacht hatte ihre dunkelste Stunde erreicht. Die Berge standen in Stille. Das Meer hielt den Atem an. Und auf dem Omega-Wachturm blieb nur noch ein einziger Wächter zurück. Er beobachtete nicht die Heere. Er zählte nicht die Feuer. Er fürchtete nicht die Horden, die aus dem Tal emporstiegen. Seine Augen waren auf etwas Höheres gerichtet. Viel höher. Dann… erschien der Stern. Nicht als ein Licht am Himmel, sondern als eine aufgerissene Wunde in der Dunkelheit. Der Himmel schien den Atem anzuhalten. Die Schatten wankten. Der Wind änderte seinen Kurs. Sogar die Heere brachen ihren Vormarsch ab. Da verstand der Wächter, was kein König jemals zu verstehen gewagt hatte. Die Stunde war gekommen. Die Stunde, in der jeder Wachturm aufhören würde, nach dem Feind zu suchen… …und anfangen würde, auf den König des Friedens zu warten.