Bevor die Galaxien geboren wurden…
Bevor das Leben lernte zu fließen…
Bevor das Licht die endlose Leere durchquerte…
Hatte das Unendliche bereits den Staub erwählt.
Es suchte nicht den höchsten Thron,
noch den hellsten Stern.
Es suchte das demütigste Herz.
Denn die wahre Liebe offenbart sich nicht dadurch, dass sie das Universum beherrscht…
sondern indem sie vor ihrer eigenen Schöpfung kniet.
So hauchte der Ewige auf den Staub,
und der Staub begann sich daran zu erinnern, wer er wirklich war.
Von diesem Moment an
war die Menschheit nicht mehr bloß Staub.
Sie wurde zu Staub, erfüllt vom Atem des Ewigen.
Endlich…
und doch vom Unendlichen bewohnt.
Zerbrechlich…
und doch fähig, die Ewigkeit in sich zu tragen.
Dies ist das Geheimnis, vor dem selbst die Engel in stiller Ehrfurcht stehen.
Der Allmächtige hat den Staub nicht nur besucht.
Er hat Sich mit ihm vereint.
Und wo der Atem des Unendlichen und der Staub eins werden…
wird eine neue Schöpfung geboren.
Das Ebenbild des Vaters beginnt wieder zu leuchten.
