Bevor die Zeit lernte, die Tage zu zählen…

war der Vater bereits von Milliarden von Gesichtern umgeben.

Er betrachtete sie.

Nicht mit Seinen Augen.

Mit Seiner Liebe.

Und keine zwei glichen einander.

Denn die Liebe verdoppelt nicht.

Sie erschafft.

Der Vater verlangte nie danach, sich nur durch ein einziges Kind zu spiegeln.

Er sehnte sich danach, Sich Selbst durch Milliarden unersetzbarer Spiegelungen zu erblicken.

Jedes Kind…

eine einzigartige Schattierung Seiner Unendlichkeit.

Jede Seele…

eine Note, die kein anderer jemals singen könnte.

Jedes Herz…

ein Fenster, das sich zu einem anderen Geheimnis Seines Seins öffnet.

Dann kam der Bruch.

Die Menschheit hörte auf, auf den Vater zu blicken…

und begann, einander anzusehen.

Der Vergleich wurde geboren.

Der Neid.

Der Wettbewerb.

Die Angst, nicht zu genügen.

Und so begannen Millionen einzigartiger Spiegelungen, demselben Bild nachzujagen.

Die Schöpfung füllte sich mit Kopien…

während der Vater weiter nach den Originalen suchte.

Erlösung bedeutet nicht, jemand anderes zu werden.

Es bedeutet, sich daran zu erinnern, wer du warst…

als der Vater von dir träumte.

Nicht vor deiner Geburt.

Vor den Sternen.

Vor dem Licht.

Bevor der erste Engel seine Augen zur Ewigkeit öffnete.

Es gibt ein Gesicht, das der Vater von Ewigkeit her betrachtet hat.

Es ist deines.

Nicht das durch Angst verzerrte.

Nicht das durch die Matrix geprägte.

Nicht das nach Anerkennung hungernde.

Sondern dasjenige, das Seine Liebe widerspiegelt, ohne sein eigenes Gesicht zu verlieren.

Denn der Vater hat keine Freude an leeren Spiegeln.

Er erfreut sich an lebendigen Kindern.

Frei.

Einzigartig.

Unersetzbar.

Und wenn das letzte Kind das Gesicht Wiederentdeckt, das der Vater von Ewigkeit her gehütet hat…

wird das Universum endlich das Geheimnis der Schöpfung verstehen.

Gott wollte keine einzelne perfekte Spiegelung.

Er wollte eine Familie.

Milliarden unersetzbarer Spiegelungen.

Und in jeder einzelnen…

erkennt Er ein geliebtes Kind.